Tenor1

Tenor


c-print
37 x 55 cm
2006

Am Anfang der Arbeit "Tenor" steht die Beobachtung von Veränderungen im Lebensraum meiner Familie. Zahlreiche Bilder entstanden in meinem Elternhaus. Sie reflektieren in der Wahl der Sujets und der fotografischen Erfassung meine persönlichen Empfindungen. Gespeist wird diese fotografische Dokumentation aus Erinnerungen unter dem Aspekt der Sehnsucht nach Geborgenheit. Meine Aufmerksamkeit gilt den scheinbar trivialen Dingen die keine besondere Bedeutung zu besitzen scheinen, wenig dramatisch wirken. Sie verraten von sich aus nichts über ihre tief sitzende Bedeutung innerhalb alltäglicher Rituale. Die Bilder wirken harmlos und vielleicht irritierend, ergeben in der Summe und in der Präsentation in Originalgrösse ein komplexes Zusammenspiel von Realität und Fiktion. Anfänglich einander scheinbar lose angereihte Motive erfahren erst im Verlauf eine Vertiefung, bestenfalls durch das assoziativ eingebrachte Deutungsspektrum des Betrachters. Meine persönliche Sicht der Dinge, überlagert sich nach und nach mit derjenigen der Betrachter, und erhält so ihren neuen, zweiten Sinn.